Rechtsanwälte

bei dem Bundesgerichtshof

 

Erbgroßherzogliches Palais mit Brunnen / Foto von Joe Miletzki


DIE ANWALTSCHAFT BEIM BUNDESGERICHTSHOF

Bei dem Bundesgerichtshof besteht eine eigene Anwaltschaft, da sich die Parteien in den zivilrechtlichen Revisionsverfahren nur durch einen bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen können. Die Spezialisierung der Rechtsanwälte bei dem Bundesgerichtshof dient vor allem der qualifizierten Bearbeitung zivilrechtlicher Revisionen im Interesse der Parteien.

Die bei dem Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwälte können vor dem Bundesgerichtshof sowie den anderen obersten Bundesgerichten (Bundesarbeitsgericht, Bundesfinanzhof, Bundessozialgericht, Bundesverwaltungsgericht) und dem Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe, auch vor dem Bundesverfassungsgericht auftreten, ferner vor den internationalen und gemeinsamen zwischenstaatlichen Gerichten, insbesondere vor den europäischen Gerichten (Europäischer Gerichtshof in Luxemburg, Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg).

Die Rechtsanwälte, die bei dem Bundesgerichtshof zugelassen sind, bilden in ihrer Gesamtheit die Rechtsanwaltskammer bei dem Bundesgerichtshof. Diese ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts; sie repräsentiert die anwaltliche Selbstverwaltung und untersteht der Rechtsaufsicht durch das Bundesjustizministerium.